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„European Practice Assessment“ gewinnt Health Award 2009

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  • Höhere Qualität und bessere Effizienz der hausärztlichen Versorgung
  • Systemvergleich und Übernahme von Best practice-Modellen
  • Zusammenarbeit von Projektpartnern aus zehn Staaten

Der beim European Health Forum Gastein (EHFG) vergebene „European Health Award“  geht heuer an das Projekt „European Patient Assessment“ (EPA). EPA soll den grenzüberschreitenden Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der Primärversorgung durch praktische Ärzte zu verbessern. Mit dem European Health Award werden jährlich grenzüberschreitende Initiativen im Bereich der Gesundheitsversorgung ausgezeichnet.

„Das Projekt ist gut strukturiert und trägt wesentlich dazu bei, dass die hausärztliche Versorgung in den Teilnehmerstaaten vergleichbar wird“, begründet Günther Leiner, Präsident des European Health Forum Gastein und Vorsitzender der Expertenjury die Vergabe des Europoean Health Award an EPA. „Besonders beachtenswert ist, dass damit der leider oft vernachlässigte Bereich der Primärversorgung zum Gegenstand einer breiten internationalen Zusammenarbeit wird. Hier können die europäischen Staaten und damit auch die Patienten durch grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch sowie die Übernahme von Best-practice-Modellen noch enorme Verbesserungen erwarten.“

Die Tatsache, dass selbst in Staaten mit ähnlicher wirtschaftlicher Situation und vergleichbarer Gesundheitsversorgung sehr große Unterschiede in Qualität und Effizienz der Primärversorgung bestehen, zeigt das große Verbesserungspotenzial. Das weitgehende Fehlen internationaler Vergleichbarkeit und bisher ungenügende Übernahme von Best practice-Modellen tragen wesentlich zu der unbefriedigenden Situation bei. EPA kann dazu beitragen, diese bedeutende Lücke zu schließen.Beteiligt an EPA sind Projektpartner in Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Slowenien und Wales.

„Gut organisierte Primärversorgung bedeutet bessere Ergebnisse, höhere Patientenzufriedenheit und niedrigere Kosten“, sagt Richard Grol, Professor am St. Radboud Medical Center der Universität Nijmegen (Niederlande) und Mit-Koordinator des Projekts. „EPA unterstützt die Verbesserung der Therapie und trägt bei zu einem hochqualitativen Gesundheitssystem und zur optimalen Versorgung der Patienten. Einer der Vorteile von EPA ist, dass es sich auf Teams in der Primärversorgung konzentriert – auf Ärzte, Schwestern, Pfleger.  Das ist wichtig, um wirkliche Verbesserungen in der Patientenversorgung zu erreichen.”

Zahlreiche hervorragende Projekte

EPA setzte sich bei der Vergabe des European Health Award 2009 gegen eine Reihe exzellenter Mitbewerber durch. Die weiteren Finalisten waren:

Diabetes: „Best Information through Regional Outcomes“ (BIRO)
Ziel ist ein europäisches Gesundheitsinformationssystem mit einheitlichen Parametern und Indikatoren, mit Datenschutzbestimmungen und – wenn möglich – der Harmonisierung organisatorischer Abläufe.

The WHO Health in Prisons Project (HIPP)
Das Langzeitprojekt der WHO beschäftigte sich mit einer verbesserten Gesundheitsversorgung von Gefangenen, auch in Sachen Prävention von HIV, Tuberkulose und mentaler Krankheiten.

Patient Safety Information System (PaSIS)
Ziel von PaSIS ist es, durch ein gut funktionierendes Meldesystem Fehlerquellen rasch zu erkennen und wirksame Gegenstrategien zu entwickeln und zu umzusetzen.

Pharmaceutical Pricing and Reimbursement Scheme
Krankenkassen und Gesundheitsbehörden sollen einfach vergleichbare Daten zum Arzneimittelmarkt und zu Arzneimittelkosten erhalten. Inhalte waren unter anderem die Erstellung von Länderprofilen und das Erstellen von Vergleichsindikatoren.

Seltene Krankheiten: Rapsody Project
In den teilnehmenden Staaten sollen Kompetenzzentren für 16 seltene Krankheiten entstehen. Ziel ist es unter anderem, Informationen über Methoden europaweit auszutauschen, Leistungen in verschiedenen Ländern zu vergleichen und die besten Methoden zu identifizieren.

 
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